Ralph ist eigentlich eine Rohkaffeebohne.
Aber in dieser Serie ist er etwas anderes: ein Entertainer.
Mit Zylinder, dunkler Brille und Stock steht er im Scheinwerferlicht wie ein Crooner der alten Schule. Die Bühne gehört ihm. Hinter ihm glitzert die nächtliche Skyline, Neonlicht zeichnet harte Konturen, Schatten fallen dramatisch auf den Hintergrund. Alles wirkt wie eine Miniaturausgabe von Las Vegas – irgendwo zwischen Revue, Jazzclub und Silvester-Show.
Die Serie erzählt die Geschichte einer Bohne, die größer sein will als ihr Maßstab.
Ralph – The Bean of Swing
Er steht allein auf der Bühne.
Das Licht ist kühl, fast blau. Es modelliert seine Silhouette, hebt den Zylinder hervor, lässt den Stock wie ein Dirigentenstab wirken. Der Hintergrund – Hochhäuser, Feuerwerk, Großstadt bei Nacht – ist nicht nur Kulisse. Er ist Versprechen.
Ralph wirkt wie ein Entertainer aus einer anderen Zeit. Einer, der nicht laut sein muss. Einer, der Präsenz durch Haltung erzeugt. Die leicht ausgebreiteten Arme, der selbstbewusste Stand, der Schatten hinter ihm – alles deutet auf einen Auftritt kurz vor dem großen Finale hin.
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In einer Szene wartet das Motorrad. Nicht als Requisite, sondern als Symbol: Der Star kommt an. Oder er fährt nach der Show davon – zurück in die Nacht, ins Neon, in die Anonymität.
Das „Happy 2009“-Schild über der Bühne wirkt wie der Moment kurz vor Mitternacht. Countdown. Applaus. Konfetti. Ein Jahreswechsel, inszeniert im Maßstab einer Bohne.
Das fotografische Experiment besteht hier nicht in der Vergrößerung eines Details, sondern in der Vergrößerung einer Idee:
Wie viel Charakter lässt sich in ein Objekt projizieren, das eigentlich keinerlei Mimik besitzt?
Ralph beantwortet diese Frage mit Haltung.
Er singt nicht.
Aber man hört ihn trotzdem.