Husum — [Cloned #13227]

Hüsem — graue Stadt am Meer

Husum – die klei­ne Stadt an der Nord­see – begeis­tert mit ihrem mari­ti­men Charme, his­to­ri­schen Flair und der rau­en Schön­heit des Nor­dens. Bekannt als „Die graue Stadt am Meer“, wie sie einst Theo­dor Storm nann­te, über­rascht Husum mit far­ben­fro­hen Gie­bel­häu­sern, einem leben­di­gen Hafen, gemüt­li­chen Cafés und einer fri­schen Bri­se sal­zi­ger See­luft. Zwi­schen Watt, Wind und Wei­te ist Husum ein idea­ler Ort zum Durch­at­men, Ent­de­cken und Genießen.

Die graue Stadt am Meer

Husum, die Kreis­stadt Nord­fries­lands, liegt direkt an der Nord­see­küs­te Schles­wig-Hol­steins und hat sich von einem klei­nen Han­dels­platz zu einer leben­di­gen Kul­tur- und Hafen­stadt ent­wi­ckelt. Berühmt wur­de sie vor allem durch den Schrift­stel­ler Theo­dor Storm, der sei­ne Hei­mat­stadt lie­be­voll „die graue Stadt am Meer“ nann­te – eine Bezeich­nung, die bis heu­te mit einem Augen­zwin­kern ver­wen­det wird, obwohl Husum längst in bun­ten Facet­ten erstrahlt.

Die Geschich­te der Stadt reicht bis ins 15. Jahr­hun­dert zurück. 1431 erst­mals urkund­lich erwähnt, erhielt Husum 1603 das Stadt­recht und ent­wi­ckel­te sich rasch zu einem wich­ti­gen regio­na­len Han­dels- und Schiff­fahrts­zen­trum. Beson­ders die Ver­bin­dung zum Meer, begüns­tigt durch Sturm­flu­ten, die die natür­li­che Hafen­la­ge ent­ste­hen lie­ßen, präg­te das wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Leben. Im Lau­fe der Jahr­hun­der­te war Husum dänisch, deutsch und mehr­fach Schau­platz wech­seln­der Herr­schaf­ten – was sich noch heu­te in der Archi­tek­tur und der Welt­of­fen­heit der Stadt widerspiegelt.

Kul­tu­rell ist Husum tief mit Storm ver­bun­den, des­sen Geburts­haus heu­te das Theo­dor-Storm-Zen­trum beher­bergt. Die Stadt pflegt sein lite­ra­ri­sches Erbe durch Lesun­gen, Aus­stel­lun­gen und das jähr­lich statt­fin­den­de Storm-Fes­ti­val. Eben­so bie­tet das Schloss vor Husum, ein Renais­sance­bau aus dem 16. Jahr­hun­dert, eine his­to­ri­sche Kulis­se für Kon­zer­te und kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen. Es ist das ein­zi­ge Schloss an der schles­wig-hol­stei­ni­schen Nord­see­küs­te und beher­bergt ein Muse­um sowie den berühm­ten Schloss­park, der im Früh­jahr für sein Kro­kus­blü­ten­meer bekannt ist.

Das Stadt­bild Husums wird von alten Kauf­manns­häu­sern, engen Gas­sen und einem leben­di­gen Wochen­markt geprägt. Cafés, Gale­rien und klei­ne Läden sor­gen für nord­deut­sche Gemüt­lich­keit mit mari­ti­mem Flair. Auch kuli­na­risch hat Husum eini­ges zu bie­ten – von fang­fri­schem Fisch bis zur tra­di­ti­ons­rei­chen Friesentorte.

Der Bin­nen- und der Außen­ha­fen, die einst das wirt­schaft­li­che Rück­grat bil­de­ten, spie­len noch heu­te eine Rol­le – sowohl in der Infra­struk­tur als auch als Kulis­se für das Stadt­le­ben. Ihnen sind jedoch eige­ne Betrach­tun­gen gewidmet.

Husum ist damit weit mehr als nur ein Küs­ten­städt­chen: Es ist ein Ort, der Geschich­te atmet, Kul­tur lebt und den­noch modern geblie­ben ist. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jah­res­zeit – nicht nur, wenn die grau­en Wol­ken über dem Meer aufreißen.

Husum ist eine geschichts­träch­ti­ge Küs­ten­stadt in Nord­fries­land, bekannt durch Theo­dor Storm und das Schloss vor Husum. Sie ver­bin­det nord­deut­sche Tra­di­ti­on mit kul­tu­rel­ler Viel­falt und mari­ti­mem Charme. Hin­ter ihrer “grau­en” Fas­sa­de ver­birgt sich ein far­ben­rei­ches Stadt­le­ben vol­ler Geschich­te und Atmosphäre.

Die Brücke

Die Klapp­brü­cke über den Bin­nen­ha­fen in Husum ist ein mar­kan­tes tech­ni­sches Bau­werk und spielt eine zen­tra­le Rol­le in der städ­te­bau­li­chen und funk­tio­na­len Struk­tur der Stadt. Sie ver­bin­det das west­li­che Hafen­vier­tel mit der Innen­stadt und über­quert den Husu­mer Bin­nen­ha­fen, ein tide­ab­hän­gi­ges Gewäs­ser, das bei Ebbe häu­fig tro­cken­fällt. Die Brü­cke ermög­licht sowohl die Pas­sa­ge von Fahr­zeu­gen und Fuß­gän­gern als auch die Durch­fahrt von Schif­fen – eine Dop­pel­funk­ti­on, die sie zu einem wich­ti­gen infra­struk­tu­rel­len Bin­de­glied macht.

Kon­stru­iert ist die Brü­cke als zwei­flü­ge­li­ge Klapp­brü­cke, auch Bas­cu­le-Brü­cke genannt. Die Stahl­kon­struk­ti­on wird über mas­si­ve Hydrau­lik­zy­lin­der bewegt, die sich an den cha­rak­te­ris­tisch geneig­ten Pylo­nen befin­den. Die­se Tech­nik erlaubt ein zügi­ges und prä­zi­ses Heben der bei­den Fahr­bahn­seg­men­te, wodurch Schif­fen bei Bedarf Durch­fahrt gewährt wer­den kann. Die Steue­rung erfolgt heu­te auto­ma­ti­siert bzw. fern­ge­steu­ert, in der Regel im Zusam­men­hang mit plan­mä­ßi­gen Öff­nungs­zei­ten oder Son­der­an­läs­sen wie Hafen­fes­ten oder der Pas­sa­ge his­to­ri­scher Schiffe.

Errich­tet wur­de die heu­ti­ge Brü­cke in den 1980er Jah­ren im Zuge einer umfas­sen­den Neu­ge­stal­tung des Hafen­um­fel­des. Ziel war es, den his­to­ri­schen Hafen sowohl funk­tio­nal zu erhal­ten als auch tou­ris­tisch auf­zu­wer­ten. In die­sem Zusam­men­hang wur­de auch das umlie­gen­de Are­al moder­ni­siert, wobei die Brü­cke seit­her als moder­nes Wahr­zei­chen gilt. Ihre blau lackier­te Kon­struk­ti­on hebt sich deut­lich vom Back­stein der umlie­gen­den Spei­cher­ge­bäu­de ab und prägt das Stadtbild.

Beson­ders reiz­voll ist die Brü­cke für Foto­gra­fen und Besu­cher: Bei Ebbe offen­bart sich der Schlick­bo­den des Hafens, bei Flut ent­ste­hen Spie­ge­lun­gen, die das tech­ni­sche Bau­werk in ein male­ri­sches Ambi­en­te ein­bet­ten. So ver­bin­det die Husu­mer Klapp­brü­cke Tech­nik, Tra­di­ti­on und Ästhe­tik auf ein­zig­ar­ti­ge Weise.

Die Husu­mer Klapp­brü­cke ver­bin­det Innen­stadt und Hafen und ermög­licht sowohl Stra­ßen- als auch Schiffs­ver­kehr. Als zwei­flü­ge­li­ge Stahl­kon­struk­ti­on mit hydrau­li­schem Hebe­me­cha­nis­mus ist sie ein funk­tio­na­les wie archi­tek­to­ni­sches Wahr­zei­chen. Seit den 1980er Jah­ren prägt sie das Stadt­bild und ver­eint Tech­nik, Ästhe­tik und mari­ti­men Charme.

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