New Orleans

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The Big Easy

Mit­ten im Mis­sis­sip­pi-Del­ta liegt New Orleans, The Big Easy, NOLA oder auch die Wie­ge des Jazz. Aber die Stadt hat nicht nur vie­le Namen, ganz sicher hat sie noch viel mehr Gesich­ter. Da sind drei Tage mit der Kame­ra in der Hand eigent­lich viel zu wenig Zeit, um lle Facet­ten der gro­ßen Leich­tig­keit zu ergrün­den. Aber es ist genug Zeit, um sich von der Quir­lig­keit der Metro­po­le mit­rei­ßen zu las­sen und die kuli­na­ri­schen High­lights und Sehens­wür­dig­kei­ten zu genießen.

Rund um New Orleans — Blick von oben

Vie­le Besu­cher erha­schen ihren ers­ten Blick auf New Orleans aus der Luft, beim Anflug auf den inter­na­tio­na­len Flug­ha­fen Lou­is Arm­strong – und stel­len fest: die Stadt ist fast kom­plett von Was­ser umge­ben. Die ein­zig­ar­ti­ge Land­schaft bie­tet so eini­ge Aben­teu­er und ist dabei genau so fas­zi­nie­rend wie gefährlich.

New Orleans hat somit eine ganz beson­de­re geo­gra­phi­sche Lage, die bei dem­entspre­chen­den Wet­ter­la­gen sehr gefähr­lich sein kann – zuletzt ein­drück­lich vor Augen geführt wäh­rend des Hur­ri­ca­nes Kat­ri­na im Jahr 2005. Aber zum Glück sind der­ar­ti­ge Kata­stro­phen nicht all­täg­lich und so bie­tet die Seen- und Marsch­land­schaft rund um New Orleans unend­lich vie­le Mög­lich­kei­ten zur Frei­zeit­ge­stal­tung und ist ein wah­res El Dora­do für Natur­lieb­ha­ber und Vogel­be­ob­ach­ter. Aber dazu spä­ter mehr …

The Big Easy

New Orleans trägt sei­nen Spitz­na­men nicht zufäl­lig. The Big Easy steht für eine Stadt, die den Takt selbst bestimmt und Gelas­sen­heit nicht als Still­stand ver­steht, son­dern als bewuss­te Lebens­hal­tung. Hier wird nichts erzwun­gen: Musik ent­steht auf der Stra­ße, Gesprä­che dau­ern län­ger als geplant, und der All­tag folgt einem Rhyth­mus, der sich eher nach Gefühl als nach Uhr­zeit richtet.

Die­se Leich­tig­keit speist sich aus einer außer­ge­wöhn­li­chen kul­tu­rel­len Mischung. Fran­zö­si­sche, spa­ni­sche, kari­bi­sche und afro­ame­ri­ka­ni­sche Ein­flüs­se haben eine urba­ne Iden­ti­tät geformt, die offen, wider­sprüch­lich und zugleich erstaun­lich geschlos­sen wirkt. Jazz ist dabei nicht nur musi­ka­li­sches Aus­hän­ge­schild, son­dern Aus­druck einer Hal­tung: impro­vi­siert, dia­lo­gisch, vol­ler Emo­ti­on. Ob in klei­nen Bars, auf Bür­ger­stei­gen oder bei spon­ta­nen Ses­si­ons – Musik ist all­ge­gen­wär­tig und Teil des öffent­li­chen Raums.

Auch kuli­na­risch zeigt sich The Big Easy kom­pro­miss­los eigen­stän­dig. Die kreo­li­sche und Cajun-Küche ver­bin­det ein­fa­che Zuta­ten mit kom­ple­xen Aro­men und erzählt dabei von Geschich­te, Migra­ti­on und All­tag. Essen ist hier kein Pro­gramm­punkt, son­dern sozia­ler Kitt – man teilt, pro­biert, bleibt sit­zen. Genau dar­in liegt der Kern die­ses Spitz­na­mens: Din­ge dür­fen Zeit brauchen.

The Big Easy beschreibt letzt­lich ein Lebens­ge­fühl, das sich jeder kla­ren Defi­ni­ti­on ent­zieht. Es ist die Fähig­keit der Stadt, Gegen­sät­ze aus­zu­hal­ten – Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart, Melan­cho­lie und Aus­ge­las­sen­heit, Cha­os und Ord­nung. New Orleans macht es Besu­chern leicht, anzu­kom­men, weil es ihnen erlaubt, für einen Moment los­zu­las­sen und sich dem eige­nen Tem­po der Stadt anzupassen.

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